Archiv für den Tag: 14. April 2020

Bestände

Diese Seite befindet sich im Aufbau!

Folgende Bestände befinden sich im Archiv der Marktgemeinde Glonn, nicht alle Archivalien sind bereits erschlossen, nur ein kleiner Teil ist digitalisiert. Die Übersicht über die Bestände ist noch nicht vollständig, vor allem private Sammlungen, private Archive und Nachlässe sind noch nicht berücksichtig. Unter Wahrung der allgemeinen Schutzfrist von 30 Jahren und den besonderen Schutzfristen für personenbezogene Daten, stehen allen ortshistorisch interessierten Bürgerinnen und Bürger diese Archivalien für Forschungszwecke zur Verfügung. Zu Benutzung und Datenschutz siehe auch hier

Bestände

1.Verwaltungsakten

Verwaltungsakten der Landgemeinde Glonn ab 1876
Verwaltungsakten des Markt Glonn ab 1901

2. Personenstandsregister ab 1876

Geburtsregister
Heiratsregister
Sterberegister

3.Amtsbücher

Ratsprotokolle

  •  ab 1856

Kassenbücher

  • Gemeindekasse ab 1876
  • Ortsgemeindekassen Haslach, Frauenreuth, Kastenseeon, Mühlthal
  • Schulkasse ab 1853 – 1930
  • Armenkasse ab 1839 -1930 (mit Lücken)
  • Friedhofskasse ab 1891-1913 (mit Lücken)
  • Kranken(haus)kasse ab 1885 – 1915

Diverse Amtsbücher

4.Präsenz-Bibliothek

Gesetzestexte und amtliche Veröffentlichungen

Handbibliothek zur Geschichte des Landkreises

unter anderem:

  •  „Land um den Ebersberger Forst“ Beiträge zur Geschichte und Kultur, Jahrbuch des Historischen Vereins e.V. Band 1(1998) – 21(2018)
  • Chroniken der Gemeinde Moosach, Baiern und Egmating;
  • Niedermair- Chronik, Original 1909 und Nachdruck 1991;
  • „Glonn  Meine Heimat“ von Maria Sedlmair
  • Alle Veröffentlichungen von Hans Obermair

5.Sammlungen

Zeitungsauschnitt Sammlung

  • Zeitungschronik der Gemeinde ab ca. 1970

Fotos und Filme

  • Bildchronik der Gemeinde Glonn: überwiegend Zeitungsfotos von H.Wohner
  • Sammlung alter Ansichten von Glonn, einzelner Personen und Postkarten (Originale und Digitalisate)

Vereine

  •  diverse Broschüren und Festschriften

Veröffentlichungen der Gemeinde

unter anderem:

 6. Private Archive und Nachlässe (im Aufbau)

 

 

 

 

 

 

 

Der Eisgalgen

Und so stand der Eisgalgen im Winter auf  dem Pfarrgrundstück hinter dem damaligen Lederer Anwesen – so wurde er vor allem vom „Huberwirt“ für die Metzgerei genutzt.

Vielen Dank an Frau Hintermaier, deren Mann Franz Hintermaier das Foto um 1960 herum aufgenommen hat, und die es uns freundlicherweise  – zusammen mit vielen anderen interessanten Aufnahmen von Glonn – zur Verfügung gestellt hat!

Der Eisgalgen auf dem Pfarrgrundstück in voller Pracht Der Eisgalgen in Glonn

Foto: Franz Hintermaier/Archiv Glonn

Der Eisgalgen hinter dem Lederer Anwesen ca. 1954

Foto: Aero Express München/Besitz Kulturverein

Wenn man genau hinschaut, sieht man auf dem Ausschnitt der Luftbildaufnahme von ca. 1955 ein Holzgestell im Garten des Pfarrhofes direkt hinter dem „Lederer-Anwesen“, heute „Schuh und Sport Obermair“, ungefähr dort, wo heute die Freifläche des Kindergartens ist. An diesen „Eisgalgen“ als Spielplatz seiner Kindheit hat sich Leonhard Huber erinnert und ihn nach geduldiger Suche auch auf einer Luftaufnahme von Mitte der 50er Jahre gefunden. Auch zwei seiner Schulkameraden, die er befragte, können sich noch gut an das Gerüst zur Eisherstellung erinnern. Zum Eisgalgen, einem Gestell, das auf einer Fläche von ungefähr 5*5 Metern gebaut war und im Winter zur Eiserzeugung mit Wasser überspritzt wurde, führte vermutlich eine Wasserleitung und das Gerüst wurde im Winter mit Wasser besprüht. Das auf diese Weise erzeugte Eis wurde durch den Huberwirt Johann Wagner im Eiskeller genutzt. Anna Obermair, Tochter des „Lederers“ kann sich an das Gerüst auch noch aus ihrer Kindheit erinnern.
Auch der Wirt Lanzenberger hatte einen solchen Eiskeller im Furtmüllerweg.
Auf jeden Fall erinnert  sich Leonhard Huber an dieses Gestell als Spielplatz: „Im Sommer war es für uns Buben ein herrliches – verbotenes – Klettergerüst“, oder auch ein „ideales Fussballtor“, „im Winter, natürlich ebenfalls verboten, war es eine reizvolle gefährliche Spielerei mit riesigen Eiszapfen. Und ein toller Anblick war es natürlich ebenso!“
Hans Wagner, Sohn des „Huberwirts“, erinnert sich ebenfalls noch gut an das Abschlagen des Eises vom Eisgerüst und des Auffüllen des Eiskellers des „Huberwirts“. Das Eis diente hauptsächlich zur Kühlung für die Metzgerei, das kühle Bier war ein willkommener Nebeneffekt. Das Eis hielt sich im 3 Meter hohen Kühlhaus, in dem die Kühlräume seitlich und von oben mit Eis befüllt wurden, bis zum nächsten Winter! Bis zum Ende der 60er Jahre wurde die Kühlung mit Eis betrieben, danach wurde eine moderne Kühlanlage installiert. Das Auffüllen des Eiskellers dauerte ein bis zwei Tage und war eine schwere Arbeit für mehrere Männer, den Transport vom Eisgerüst zum Eiskeller übernahm unter anderem Sigmund Winhart – der „Winharts Mundl“ – mit Pferd und Wagen. Später wurde dann auch Traktoren eingesetzt.

An drei weitere Standorte erinnert sich ein anderer Glonner: Auch am Postanger, beim Neuwirt und beim Schwaiger standen diese Eisgerüste, vielleicht auch nur temporär im Winter.

Wer erinnert sich ebenfalls an diese „Eisgalgen“? Wer hat eventuell weitere Informationen über Bauweise, Nutzungsdauer, Menge des hergestellten Eises, Abnehmer, vielleicht sogar Fotos etc.?

Dann melden Sie sich doch bitte im Gemeindearchiv Glonn
Vielen herzlichen Dank an Leonhard Huber für dieses wunderbare Fundstück!

Mehr zur Funktionsweise und Nutzung von Eisgalgen findet sich bei Wikipedia

Auf einem weiteren Luftbild von 1964 findet sich noch ein weiterer solcher Eisgalgen hinter dem Gasthof Lanzenberger:

Der Eisgalgen hinterm Lanzenberger Anwesen ca.1964          Foto: Deutsche Luftbild K.G./Privatbesitz

 

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