Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind großzuziehen: 30 Jahre Kijufa Glonn

30 Jahre, das klingt im Reigen der Glonner Vereine durchaus eher noch jung, aber der Blick auf die vergangenen Jahrzehnte offenbarte nicht erst im Kontext der Festplanungen wie viel hier an Leben, Arbeit und Freude am gemeinsamen Gestalten drin steckte und nach wie vor steckt. Allem voran die Trägerschaft für die Kita Glonn, die zwischenzeitlich ihr 25 jähriges Bestehen feierte und aus deren Ursprüngen einer kleinen Mittagsbetreuung nun die größte Kindertagesstätte im Landkreis heranwuchs. Aber auch der ehrenamtliche Teil des Vereins, der sein Jubiläum feierte, kann auf viele Projekte und etablierte Institutionen vom Seifenkistenrennen über Ferienprogramm, Elternempfang, Kino Open Airs, Holzkinder, Flohmärkte, Eltern-Kind-Treffs, Spielplätze, Bastelaktion, Schafkopfausbildung, Spieletage oder das Kinder- und Jugendfest zurück und in die Zukunft blicken. Und so fühlen wir uns zwar nach wie vor manchmal hier in Glonn als Verein durchaus noch grün hinter den Ohren, aber vielleicht macht uns das auch aus und im Ort angekommen ist der Kijufa indes längst.

Das afrikanische Sprichwort „Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen“ gefiel uns in einer der Planungstreffen als passend und treffend in der Beschreibung, was uns in unserem Ehrenamt antreibt von der Gründung bis zu dem, was wir in unserem Verein täglich bis heute versuchen zu leben:

Familien am Ort zu signalisieren:

hier gibt es eine Gemeinschaft

  • die dich mit trägt,
  • die Angebote macht,
  • in die Du selbst etwas einbringen kannst,
  • die Dich in Verbindung mit anderen bringt und
  • Dir manchmal auch zeigt, dass andere die gleichen Themen in ihren Familien haben wie Du selbst und dass man es nicht immer alleine schaffen kann.

Dies galt es mit den geladenen Gästen aus der Gemeinde und dem Landratsamt, dem Kreisjugendring und der Glonner Jugendpflege, ehemaligen Vorständen, Vertretungen anderer Vereinen und den aktuell Aktiven im Verein zu feiern!

Neben dem Feiern wollen wir Danke sagen: den Gründerinnen des Vereins, den helfenden Händen, die das Fest gestemmt haben und zwei besonderen Personen der ersten Stunde, die der Verein als Ehrenmitglieder auszeichnete und die bis heute eine tragende Rolle einnehmen. Mit Jutta Gräf und Michaela Zehentner wurden zwei Frauen geehrt, die unbeirrt, zielstrebig, bei Bedarf auch mal unbequem, aber immer für die Sache Dinge angeschoben, gestaltet und umgesetzt haben.

Unser Fest haben alle Dank ausreichend Schatten, kühlen Getränken und Unterhaltungsprogramm in den Gemäuern der Klosterschule gut überstanden, wunderschön musikalisch gerahmt von Manuel Kuthan und seinen Zitherklängen.

Wir freuen uns auf viele weitere gemeinsame Jahre!

Monika Wilken