Juni 2026
Liebe Glonnerinnen und Glonner,
im Mai hat sich der neue Glonner Gemeinderat zu den ersten Sitzungen getroffen. In der konstituierenden Sitzung wurden unter anderem Peter Gröbmayr zum 2. Bürgermeister und Stefan Gerg zum 3. Bürgermeister gewählt. Zu Seniorensprecherinnen wurden Jutta Gräf, Katrin Wäsler und Franziska Schwaiger bestimmt. Das bewährte Team der Jugendsprecherinnen mit Steffi Kintzel und Anna Maier wurde um Tobias Haubelt ergänzt. Die Aufgabe der Jugend- und Seniorensprecher(innen) ist es besonders die Belange der jeweiligen Altersgruppe zu bedenken und auch für diese als Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Dadurch sollen diese Bevölkerungsgruppen einen kurzen und direkten Draht in den Gemeinderat haben, um deren Belange bei Entscheidungen gut zu berücksichtigen. Was von wünschenswerten Ideen in welchem Zeitraum umsetzbar ist hängt von den Rahmenbedingungen ab und muss im Zweifelsfall vom Gemeinderat entschieden werden. Wie in den vergangenen Jahren auch wird es Projekte geben, die realisiert werden können und Projekte, die aus unterschiedlichen Gründen nicht umgesetzt werden können.
Sie dürfen sich sicher sein, dass der Gemeinderat immer versucht bestmögliche Entscheidungen zu treffen. Dabei ist es Aufgabe des Gemeinderats die unterschiedlichsten Belange einer Gemeinde zu berücksichtigen und gegeneinander abzuwägen. Hier haben die sogenannten Pflichtaufgaben (z.B. Kinderbetreuung, Schule, Verwaltung, Infrastruktur, Kreisumlage) einer Gemeinde Vorrang vor den freiwilligen Leistungen (z.B. Freizeitsport, Grünflächenpflege). Glücklicherweise sind wir nach aktuellem Stand in der Lage zwei große Projekte (Turnhalle und Erweiterung Sportfläche in Adling) in Angriff nehmen zu können. Was wir uns neben diesen und weiteren bereits geplanten freiwilligen Leistungen (z.B. Freizeitfläche in der Haslacher Straße für die Jugendlichen, Spielplatz in Schlacht) die nächsten Jahre noch leisten können, ist momentan schwierig einzuschätzen. Hierzu ist es notwendig bei den Planungen zu Halle/Hort bzw. der Erweiterung der Sportfläche in Adling mehr Informationen zu haben und wird sicher noch mindestens ein Jahr dauern.
Zu den Planungen für Halle/Hort sind wir dabei die VgV Verfahren für die Planer vorzubereiten, um diese dann in einem europaweiten Verfahren beauftragen zu können. Nach der Beauftragung können diese dann die vorhandene Machbarkeitsstudie verifizieren, detaillierter ausplanen und belastbarere Kostenschätzungen abgeben. Sobald dann konkrete Pläne (z.B. Bauantrag) mit Kostenberechnungen vorliegen, können wir Zuschussanträge stellen. Was die Gemeinde für das Bauprojekt aufbringen muss, wissen wir erst nachdem die Förderbescheide eingegangen sind.
Bezüglich der Erweiterung der Sportfläche in Adling müssen wir noch einen weiteren Schritt früher beginnen, da momentan kein Baurecht besteht. Hier sind wir bei der Änderung des Flächennutzungsplans und der naturschutzfachlichen Bewertung des Projektes. Sollten hier keine Hindernisse festgestellt werden, muss im nächsten Schritt ein Bebauungsplan aufgestellt werden, der die rechtlichen Voraussetzungen zur Erweiterung der Sportflächen mit dem Bau eines zusätzlichen Fußballplatzes sowie notwendiger Gebäude für Umkleide, Duschen etc. schafft. Im Anschluss kann dann die konkrete Planung der Erweiterung mit Kostenermittlung stattfinden.
Ich hoffe ihnen am Beispiel dieser beiden Großprojekte Abhängigkeiten und Ungewissheiten angedeutet zu haben, die der Gemeinderat bei seinen Entscheidungen zu diesen sowie den vielen anderen Projekten im Hinterkopf haben muss. Letztendlich beeinflussen sich alle gemeindlichen Projekte und Verpflichtungen gegenseitig mindestens im Bereich des vorhandenen Personals und Finanzmittel, so dass es zwangsläufig oft zu Verschiebungen kommt.
Ihr Josef Oswald, 1. Bürgermeister
