Archiv für den Monat: Dezember 2025

3.000 Euro für die Jugendarbeit: Raiffeisen-Volksbank fördert drei Institutionen in Glonn


Die Raiffeisen-Volksbank Ebersberg setzt ihr Engagement für das lokale Ehrenamt fort und hat auf Initiative von Bürgermeister Josef Oswald insgesamt 3.000 Euro für die Jugendarbeit in der Gemeinde Glonn gespendet. Jeweils 1.000 Euro erhielten der GTEV Glonntaler, die Feuerschützengesellschaft (FSG) Glonn-Zinneberg sowie die BRK Wasserwacht Glonn-Kastensee.

Die Spendenübergabe fand im Rathaus Glonn statt. Bernhard Failer, Vorstandsmitglied der Raiffeisen-Volksbank Ebersberg, überreichte die symbolischen Schecks an die Vertreter der Vereine. Bürgermeister Oswald betonte die Wichtigkeit der Unterstützung: „Die Jugendarbeit unserer Vereine ist das Herzstück des gesellschaftlichen Lebens in Glonn. Sie fördert nicht nur sportliche oder kulturelle Talente, sondern vermittelt auch wichtige Werte wie Teamgeist und Verantwortung. Ich danke der Raiffeisen-Volksbank Ebersberg für diese großzügige und gezielte Unterstützung.“

Jeder der drei Vereine wird die 1.000 Euro direkt für seine jungen Mitglieder einsetzen:

  • GTEV Glonntaler: Die Spende fließt in die Jugendarbeit, die das traditionelle Brauchtum und die bayerische Kultur an die nächste Generation weitergibt.
  • FSG Glonn-Zinneberg: Das Geld wird zur Förderung des Schießsports im Jugendbereich verwendet, um Trainingsbedingungen zu verbessern und junge Schützen zu unterstützen.
  • BRK Wasserwacht Glonn-Kastensee: Die Mittel unterstützen die Ausbildung der jungen Wasserretter und die Anschaffung benötigter Ausrüstung.

Bernhard Failer hob das bewusste Engagement der Bank hervor: „Als regionale Bank sehen wir es als unsere Aufgabe, die Menschen und die Gemeinschaft vor Ort zu stärken. Wo Bürgermeister und Ehrenamt Hand in Hand arbeiten, unterstützen wir gerne. Die Investition in die Jugend ist die beste Investition in die Zukunft unserer Heimat.“

Kostensteigerung der Müllgebühren – Ausführliche Begründung

Markt Glonn 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

in der Gemeinderatssitzung am 28.10.2025 wurde über die Anpassung der Müllgebühren für die Rest- und Biomüllabfuhr beraten und anschließend beschlossen.

Laut gesetzlicher Vorgabe müssen die Müllgebühren die betriebswirtschaftlich relevanten Kosten decken. Die dafür kalkulierten Gebühren sind so festzulegen, dass sie den tatsächlichen Bedarf abdecken, ohne auf Steuergelder zurückzugreifen. Die zu erwartenden Einnahmen aus den Gebühren fließen dabei in die Kalkulation ein und bilden die Grundlage für die Gebührenerhebung. Entsprechend den Vorgaben des Kommunalabgabengesetzes (KAG) wurden die Gebühren für den Zeitraum vom 01.01.2026 bis 30.12.2028 wie folgt festgesetzt:

Neue Müllgebühren für Rest- und Biomüllabfuhr:

  • Restmülltonne + Bio-Tonne:
    • 80 Liter:  277,00€
    • 120 Liter:   415,00 €
    • 240 Liter:   830,00 €
    • 1.100 Liter:  3.804,00 €
  • Restmülltonne für Eigenkompostierer:
    • 80 Liter: 243,00 €
    • 120 Liter: 364,00 €
    • 240 Liter:  728,00 €
    • 1.100 Liter:  3.336,00 €

Gründe für die gestiegenen Gebühren:

Die erheblichen Gebührenerhöhungen ergeben sich aus mehreren Faktoren:

  • Steigerung der Entsorgungsumlage: Die Umlage, die an den Landkreis gezahlt wird, stieg von 254,00 € auf 524,00 € pro Tonne Restmüll. Diese Erhöhung ist auf steigende Logistik-, Fuhrpark- und CO₂-Kosten sowie die Gebühren für die Müllverbrennung zurückzuführen.
  • Anstieg der Abfuhrpreise: Die Kosten für Abfuhrverträge sind ebenfalls gestiegen, entweder durch Anpassungen bestehender Verträge oder durch die Ergebnisse einer Neuausschreibung. In den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Glonn führten die europaweiten Ausschreibungen zu einer Preissteigerung von rund 43 %.
  • Defizit im letzten Kalkulationszeitraum: Das Defizit aus dem vorangegangenen Zeitraum muss ebenfalls ausgeglichen werden.

In den Gebühren enthaltene Leistungen:

Die genannten Gebühren decken neben der Abholung von Rest- und Biomüll auch folgende Abfallarten und -dienstleistungen ab:

  • Gartenabfälle und deren Sammlung
  • Elektroschrott
  • Problemabfälle
  • Altpapier, Batterien, Alteisenschrott
  • Gasentladungslampen und Energiesparlampen
  • Alt-Deponien und Altlasten
  • Betrieb der Wertstoffhöfe
  • Verwaltungskosten

Ein Bericht zur Berechnung der Müllgebühren steht Ihnen auf der Webseite des Marktes Glonn zur Verfügung.

Zukunft der Abfallwirtschaft im Landkreis:

Die Problematik steigender Entsorgungskosten betrifft nicht nur den Markt Glonn, sondern den gesamten Landkreis Ebersberg. Aus diesem Grund wurde auf Landkreisebene eine Arbeitsgruppe gegründet, bestehend aus Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern sowie Fachleuten, um Lösungsansätze zu entwickeln, wie die Kosten der Abfallentsorgung zukünftig möglichst niedrig gehalten werden können.

Aktuell wird darüber diskutiert, bestimmte Abfallthemen wieder an den Landkreis zurückzugeben. Dies könnte zu besseren Konditionen durch landkreisweite Ausschreibungen führen.

Ein erster Schritt in diese Richtung wurde bereits unternommen: Ab dem 01.01.2026 wird die Abfallwirtschaft an die neu gegründete landkreiseigene Gesellschaft AVIVE übergeben. Diese wird als Kommunalunternehmen organisiert, was eine höhere Flexibilität und Effizienz bei der Abfallwirtschaft verspricht.

Die Organisation der Abfallwirtschaft in Form eines Kommunalunternehmens ist ein wichtiger Schritt, um die Leistungsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit der kommunalen Abfallwirtschaft dauerhaft zu sichern.

Durch die rechtliche und finanzielle Verselbstständigung werden Einnahmen und Ausgaben aus dem Kreishaushalt herausgelöst. Dadurch entstehen eine klare Kostentransparenz und eine effizientere Steuerung der abfallwirtschaftlichen Aufgaben. Gleichzeitig kann das zukünftige Kommunalunternehmen flexibler und schneller auf technische, ökologische und wirtschaftliche Veränderungen reagieren, da bürokratische Abläufe reduziert werden.

Die gewählte Rechtsform schafft zudem stabile und flexible Strukturen, um auch bei einer möglichen Rückdelegation abfallwirtschaftlicher Aufgaben von den Gemeinden an den Landkreis eine verlässliche und leistungsfähige Aufgabenerfüllung sicherzustellen.

Der Verwaltungsrat als spezialisiertes Gremium sorgt für eine klare strategische Ausrichtung und stärkt die unternehmerische Verantwortung und Effizienz des Kommunalunternehmen.

Insgesamt ermöglicht das Kommunalunternehmen eine moderne, wirtschaftliche und zukunftsorientierte Organisation der Abfallwirtschaft.

 

Wir hoffen, dass wir Ihnen die Hintergründe der Gebührenanpassung sowie die zukünftige Ausrichtung der Abfallwirtschaft verständlich darstellen konnten. Das übergeordnete Ziel dieser Maßnahmen ist es, eine leistungsfähige und kostengünstige Abfallentsorgung zu gewährleisten, die den Bedürfnissen der Bürger gerecht wird.