Archiv für den Monat: April 2021

Eberwerk baut neue Schaltstation bei Zinneberg


Investition für die Energiewende im Landkreis Ebersberg
Die regionale Netzgesellschaft EBERnetz GmbH & Co. KG hat rund 3 Millionen Euro in eine neue 20-kV-Schaltstation nordöstlich von Glonn im Landkreis Ebersberg investiert. Die Schaltstation wurde im Auftrag der EBERnetz GmbH & Co. KG von der Bayernwerk Netz GmbH errichtet. Auf diese Weise wird das Stromnetz verstärkt, so dass ein weiterer Zuwachs an erneuerbaren Energien in der Region möglich ist.

 Erneuerbare Energien in der Region konnten in den vergangenen Jahren deutlich zulegen, vor allem durch einen regelrechten Photovoltaik-Boom: Seit 2010 hat sich die installierte Leistung von Photovoltaik-Anlagen im Landkreis Ebersberg von rund 30.000 Kilowatt auf fast 74.000 Kilowatt bis Ende 2019 erhöht. Setzt sich dieser Trend fort, würde es zu einer flächendeckenden Überschreitung der zulässigen Spannungsverhältnisse im örtlichen Stromnetz kommen. Mit der neuen 20-kV- Schaltstation hat die EBERnetz GmbH & Co. KG vorausschauend in die Versorgungssicherheit der Region investiert. Als Wegbereiter der Energiewende schafft die EBERnetz GmbH & Co. KG in ihrem Netzgebiet zudem eine erhebliche Kapazitätserweiterung für den Anschluss weiterer Erzeugungsanlagen an ihr Stromnetz.

Im Januar 2018 starteten die Bauarbeiten für die neue Schaltstation auf der grünen Wiese vor den Toren Glonns und sind mittlerweile vollständig abgeschlossen. Nach der sukzessiven Inbetriebnahme bis Ende Juli 2020 stellt die neue Schaltstation für den südwestlichen Teil des Netzgebietes der EBERnetz GmbH & Co. KG einen neuen Knotenpunkt im Mittelspannungsnetz dar.
Die Schaltstation ist in einem 8 mal 4 Meter großen Fertigteil-Betongebäude untergebracht. Sie wurde mit einem bereits bestehenden 14 Kilometer langen 240-mm²-Kabel und über ein 15 km langes, leistungsstärkeres 400-mm²-Kabel an das Umspannwerk Ebersberg (bei Gsprait) angebunden. Zur Einbindung wurden neun Kilometer Mittelspannungskabel mit einem Querschnitt von 240 mm² neu verlegt. Im Zuge der Anbindungsmaßnahmen wurde zwischen dem Umspannwerk Ebersberg und der Schaltstation Glonn auch ein Lichtwellenleiter-Kabel verlegt, welches zur Datenübertragung der neuen Schaltstation dient. Somit kann diese Schaltstation von der Ferne aus überwacht und in eine intelligente Netzsteuerung der Bayernwerk Netz GmbH integriert werden.

Hintergrund:

Die EBERnetz GmbH & Co. KG ist Eigentümer des Stromnetzes in 20 Kommunen des Landkreises Ebersberg und ist mehrheitlich im Besitz von 19 Landkreiskommunen. An das an die Bayernwerk Netz GmbH verpachtete Stromnetz sind 4.543 Erzeugungsanlagen mit einer installierten Leistung von ca. 90 MW angebunden, davon 82 % Photovoltaik (Stand 31.12.2019).

 

Wolfhound GmbH spendet für Marienheim

Unter dem Motto: „Ingwer für helfende Hände“
Erfrischungsgetränk für „Helde:innen der Pandemie“
Die 2 Jungunternehmerinnen Fr. Britta Bolsmann und Fr. Irja Geppert haben ihr Unternehmen Wolfhound im letzten Jahr gegründet und ein Erfrischungsgetränk auf Ingwerbasis auf den Markt gebracht, das sich vor allem durch seine Herstellung mit echtem frischen BIO Ingwer von anderen Ingwer Getränken auf dem Markt abhebt. Im Juni begonnen, haben sie schnell Kunden im Kreis Ebersberg in Handel und Gastronomie gefunden. Die erste Abfüllung war recht schnell verkauft und so wurde eine zweite bereits im August getätigt. Der Abverkauf in der Gastronomie wurde jedoch durch den 2. Lockdown komplett ausgebremst. Nun stehen die beiden Damen vor der Situation, dass das MHD (Mindesthaltbarkeitsdatum) abläuft. Beim Handel wurde die Ware gegen Neuware, die nun übrigens auch ein BIO-Label hat, ausgetauscht. Doch was tun mit den Restbeständen?

Die Idee war schnell geboren denen etwas Gutes zu tun, die ebenfalls durch die Pandemie vor große Herausforderungen gestellt wurden. Die Mitarbeiter:innen des Altenheims Marienheim in Glonn konnte sich in der Pandemie nicht wegducken und mussten immer vor Ort sein, wenn Ihre Hilfe gefordert war und das tun Sie bekanntermaßen mit Bravour.

So kam es dazu, dass in Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister von Glonn Josef Oswald, zahlreiche Helfer:innen um Heimleiter Hubert Radan mit vielen Wolfhound-Flaschen beschenkt werden konnten.

Lasst es Euch schmecken, Ihr habt es Euch redlich verdient.

Bild v.l.n.r. Herr Zlate Naumoski, Wohnbereichsleiter u. Betriebsratsvorsitzender, Frau Britta Bolsmann, Inhaberin Wolfhound, Frau Irja Geppert, Inhaberin Wolfhound, Herr Elvir Cehajic, stellv. Pflegedienstleiter, Herr Hubert Radan, Heimleiter, Herr Josef Oswald, Bürgermeister Glonn

 

Geppertsiedlung und Quellenstraße – Bilder

Bild 1: Die Quellenstrasse um 1960, im Vordergrund die heutige Münchner Strasse vor dem Ausbau noch ohne Bebauung rechts und links.
Bild 2: Mühl- und Keltenweg; oberhalb verläuft die Feldkirchner Straße, vor dem Ausbau, östlich davon noch keine Bebauung – Waldrand;
Bild 3: Luftbild von Osten mit Blick auf die Quellenstraße; im Vordergrund Lena Christ-Straße; über Gleise und Lokschuppen;

„Geppertsiedlung“ und „Mühlthal“

In den Jahren 1957 und 1958 wurden zwei weitere Siedlungen mit jeweils 13 Baugrundstücken genehmigt:

Die Siedlung an Mühl- und Keltenweg westlich der Feldkirchner Straße, die bis zur Straßenbenennung von 1959 nach einem der beteiligten Grundbesitzer „Geppert-Siedlung“ hieß und die Siedlung auf einem Grundstück der Elektrogenossenschaft Frauenreuth im Mühlthal, die heutige Quellenstraße.

Beide Siedlungen waren im Wirtschaftsplan von 1952 nicht verzeichnet oder geplant. Da die Gemeinde sich immer noch nicht zum „Wohnsiedlungsgebiet“ erklärt hatte, auch wenn das Landratsamt jedes Jahr deutlicher darauf drängte, konnten diese relativ kleinen und relativ weit außerhalb der bestehenden Bebauung liegenden Siedlungen genehmigt werden. Die Erklärung zum „Wohnsiedlungsgebiet“ hätte die Aufstellung eines neuen Flächennutzungsplans mit nur daraus abzuleitenden Bebauungsgebieten zur Folge gehabt und der Spielraum der Gemeinde, Bauland auszuweisen, wäre geringer gewesen.

Als Einwand gegen die Aufstellung eines Flächennutzungsplanes galt der Gemeinde, dass die hohen Kosten der Planung nicht aufgebracht werden könnten – der unbedingt nötige Schulhausneubau im Jahre 1957 hatte die Finanzen der Gemeinde tatsächlich sehr erschöpft –   aber auch damit, dass viele Grundstücke schon  längst verkauft seien und man den Bauwilligen nicht zumuten könne noch länger zu warten oder gar Gefahr zu laufen, dass ihr Grundstück plötzlich nicht mehr in den Grenzen eines gültigen Bebauungsplanes liege.

Dies traf auf jedenfall auf die Grundstücke der Quellenstraße zu, die schon in den Jahren 1954 bis 1955 von der Elektrogenossenschaft Frauenreuth an Bauwillige verkauft worden waren. Damals betrug der Kaufpreis – aufgrund der Preisbindung für Grundstücke –  2 DM, auf den die Käufer noch einen freiwilligen Betrag von 3 DM zahlten, um ungefähr an den damals ortsüblichen Preis von 7-8 DM heranzukommen.

Die Einfahrt zur Quellenstraße war bei Baubeginn über den Balkhamer Weg hin geplant, die heutige Ein- und Ausfahrt war vor dem Ausbau der St 2079 nur ein schmaler Feldweg. Dieser Weg über Balkham wurde aber nie benutzt, zum einen weil er nicht ausgebaut werden konnte, da Grundstücke bereits verkauft waren, zum anderen weil er in „noch schlechterem Zustand“ war als die Ausfahrt auf die Staatsstraße. Während das Straßenbauamt lang auf einen Ausbau des Balkhamer Weges drängte, da er Grundlage des Baugebietsausweisung gewesen sei, hielt die Gemeinde dagegen, dass Grundstücke nicht vorhanden, Kosten zu hoch und die Akzeptanz dieses Weges bei den Bewohnern der Quellenstraße nicht vorhanden wäre.

Erst  im Jahr 1965 einigte man sich pragmatisch und veränderte die Verkehrsführung und Beschilderung, um die Gefährlichkeit der Ausfahrt zu verringern.

 

 

Andere, im Wirtschaftsplan von 1952 geplanten Siedlungsgebiete, wie zum Beispiel das sehr große Areal am Hang oberhalb der Kastenseestraße konnten nicht realisiert werden, weil Besitzer zum Teil gar kein Interesse am Verkauf ihrer landwirtschaftlichen Grundstücke hatten, oder weil das Landratsamt schwerwiegende Bedenken wegen Wasserversorgung und Kanalisation hatte. So nutzte die Gemeinde für den dringend benötigten Wohnungsbau gerne die Angebote einzelner Grundstückbesitzer, zumal wenn sie sich so bereitwillig zu Übernahme von Straßenbau und Erschließungskosten verpflichten ließen, wie die Grundbesitzer Wilhelm Geppert und Josef Seidl.

„Geppertsiedlung“ ca.1960                                                   Quellenstraße ca.1960      Bilder: F.Hintermaier/Archiv

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